This thesis book describes the analysis, ideas and experimentation that lead to the
“Along the railway” project proposal in Emmenbrücke. It begins by identifying and
analyzing current challenges related to private property development, the housing
crisis, and urban growth—focusing specifically on Switzerland and the Lucerne
agglomeration. After that, it provides some background into SBB’s ambivalent role as
both, a profit seeking real estate developer and a publicly accountable urban shaper.
Central to the thesis is the idea to utilise underused land along railway lines, which is
considered of low value but potentially provides great connectivity. This land would allow
for a mix of uses which under normal circumstances would be limited by plot boundaries,
but SBB’s dual role enables a more gradual approach.
After studying available land, the thesis proposes to use a long plot of land along the
tracks in Emmenbrücke as a Grossform, drawing ideas from Oswald Mathias Ungers,
Cedric Price and urban developments in Tokyo, among others. The project highlights
ways to balance different needs such as housing, low impact industry, public and
common spaces as well as public transport (by integrating the Emmenbrücke railway
station) within a single structure. While the outset of the thesis was to accommodate
housing, the exploration lead the project to the urban aspects of Grossform.
Therefore, the project emphasizes it’s interactions with it’s context. Over it’s length,
these context’s change multiple times, and the structure attempts to be a connector,
drawing connections for pedestrians and bicycles. It proposes not just an architectural
form, but a framework for coexisting needs.
Das vorliegende Thesisbuch verbindet das Thesisprojekt mit der theoretischen Untersuchung über die
Entwicklung von Arbeitsplätzen seit 1900 und deren zukünftige Gestaltungsmöglichkeiten. Es soll
untersucht werden, welche Räumlichkeiten das Betriebsklima positiv beeinflussen können.
Ein zentrales Ziel ist das Zusammenbringen von administrativen und handwerklichen Aufgaben.
Ausserdem sollen diese Arbeitsplätze der Öffentlichkeit sichtbar und zugänglich gemacht werden.
Zudem wird untersucht, welche betriebsnotwendigen Einrichtungen für die Öffentlichkeit gestaltet
werden können, um ein stärkeres Bewusstsein für diese essenziellen Berufe in der Bevölkerung zu
fördern.
Im Fokus der Untersuchung stehen die Betriebe Stadtgrün und Energie Wasser Luzern (ewl). Die
Quartiersentwicklung im industriell geprägten Tribschen wird untersucht, mit genauerem Blick auf
das ewl-Areal. Eine soziologische Grundlage vom Wandel im Arbeitsmarkt wird geschaffen, um zu
verstehen warum Betriebe ihre Arbeitsplätze unterteilen, und welche räumlichen Massnahmen
notwendig sind, um diese Trennung aufzuheben.
Im Rahmen der freien Masterthesis geht die vorliegende Arbeit der Frage nach, inwiefern eine Transformation des
Bestandes Voraussetzung ist für die Werterhaltung eines Ortes oder eines Gebäudes. Die Grundlage dafür bietet
eine theoretische Auseinandersetzung mit dem architektonischen Schaffen in der Kunstgiesserei St. Gallen und der
Stiftung Sitterwerk in St. Gallen und in meiner persönlichen Tätigkeit vor Ort, die im vorangegangenen Semester
erarbeitet wurde. Aus dieser Auseinandersetzung resultierten Gestaltungsstrategien, die das Gewöhnliche, das
Alltägliche, das Arbeiten mit dem Vorhandenen, das Veränderbare und Wiederverwendbare in den Vordergrund
rücken. Architektur wird verstanden als ständig laufender Prozess und nicht als statisch abgeschlossenes Objekt.
Das Ende ist immer offen, so die daraus resultierende These. Diese vorangegangene Auseinandersetzung bietet
Grundlage für eine architektonische Untersuchung an einem neuen Ort. In Schwellbrunn, einem Dorf im
Appenzeller Hinterland, soll durch eine theoretische Vertiefung und eine praktische Auseinandersetzung anhand
eines architektonischen Projektes ein möglicher neuer Weg aufgezeigt werden, wie eine Transformation der
geschützten, historischen Bausubstanz zu einer Werterhaltung führen kann. Die vorausgehende Erzählung ist die
Geschichte des Appenzellerhauses und die ihm innewohnende Charaktereigenschaft des Wiederverwendens und
Weiterbauens. Anhand von drei historischen und gegenwärtigen Beispielen werden unterschiedliche
Transformationen analysiert. Parallel zur historischen Auseinandersetzung und der Analyse des Bestandes wurde
mithilfe von Collagen das Vorhandene verändert und neu interpretiert, um ständig neue Fragen aufzuwerfen.
Die Transformierbarkeit ist ein Wert, der dem Appenzellerhaus mit seiner Konstruktionsart innewohnt und neue
Interpretationen zulässt. Die vorliegende Auseinandersetzung stärkt ein Verständnis von Architektur, die sich
ständig weiterentwickelt und verändern lässt, und zeigt die dafür erforderlichen Voraussetzungen auf.
Abschliessend wirft die Arbeit Fragen über die «Kunst des Bewahrens» und der Autorenschaft in den Raum – gilt
es, ein Bild zu schützen oder eine Idee oder einen Wert, der dem Objekt innewohnt und gibt es eine originale
Autorenschaft?
Das vorliegende Thesisbuch verbindet das Thesisprojekt mit der theoretischen Annäherung an die
Thematik «Feed the City». Dabei wird die Frage nach einer nachhaltigen Versorgung mit
Nahrungsmitteln und ihrer Wechselwirkung mit der Stadt und der Industrie behandelt. Als Basis der
Arbeit wird die Entwicklung und die Beziehung zwischen Industrie und Stadt kurz erläutert. Die
Industrie hat einen schlechten Ruf und findet in der Stadt häufig keinen Platz mehr. Am Beispiel von
Bern wird gezeigt, dass auch Städte mit industrieller Geschichte nicht immer als Industriestädte
wahrgenommen werden. Industriegebiete werden heute oft in Wohn- und Arbeitsorte umgewandelt.
Doch die Zukunft der urbanen Industrie erfordert neue Perspektiven. Auf dem vorgebenen
Industrieareal entsteht ein Local Food Hub, wo Lebensmittel produziert, verarbeitet und verkauft
werden. Auch andere Nutzungen wie Wohnen und Öffentliche Einrichtungen werden in das Areal
integeriert und schaffen eine Symbiose zwischen Stadt und Industrie. Der Schwerpunkt der Arbeit
liegt auf einer nachhaltigen und kreislaufgerechten Architektur. Anhand dieser Untersuchung
entstand ein konkreter Lösungsvorschlag und zeigt mögliche Methoden für zirkuläres Bauen mit
Vollholz und leistet somit einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung.
Das vorliegende Thesisbuch verbindet das Thesisprojekt mit der theoretischen Annäherung an die Thematik „Keeping what’s good“. Im Zentrum steht dabei die Umnutzung und Weiterentwicklung des Areals der ehemaligen Gelatinefabrik in Winterthur Grüze. Das Thesisbuch befasst sich mit der Kreation eines möglichen Zukunftsbildes der Garten- sowie der Industriestadt. Die Themen Stadt und
Dichte, Industrie und Nachhaltigkeit, Arbeiten und Wohnen stehen dabei im Fokus und sind eng miteinander verwoben. Dabei untersucht die Arbeit die Entwicklung eines neuen Bautypus mit Schwerpunkt auf dem Grüze Areal. Der stetige Bevölkerungsanstieg und die Urbanisierung in Winterthur erfordern innovative Ansätze für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
Die Studie beginnt mit der Analyse des historischen Kontextes der Gelatinefabrik. Des Weiteren werden die heutigen Herausforderungen des Klimawandels und die Notwendigkeit zukunftsorientierte Lösungen untersucht. Wie viele andere Städte in der Schweiz ist auch Winterthur von steigenden
Temperaturen und dem Weichen von Grünflächen infolge der immer dichter werdenden gebauten
Umwelt betroffen. Um diesen Problemen entgegenzuwirken hat die Stadt einen Rahmenplan entwickelt, der eine hohe Lebensqualität der Winterthurer gewährleistet. Darüber hinaus spielt das vom Bund propagierte Konzept der 2000-Watt-Gesellschaft eine wichtige Rolle. Die Arbeit unterstreicht die Bedeutung einer gemischten Nutzung, einschliesslich von Industrie- und Wohngebieten, bei der Entwicklung von neuen Quartieren. Das Konzept der Gartenstadt, das ein harmonisches Verhältnis zwischen Wohnen, Arbeiten und Freizeit betont, dient als Inspiration für die Neugestaltung. Durch die
Kombination von historischen Erkenntnissen, klimatischen Überlegungen und städtebaulichen
Strategien wird mit dieser Arbeit ein neuer Bautypus für Winterthur manifestiert. Die Typologie zielt darauf ab, eine nachhaltige Umgebung zu schaffen, die die Industrie miteinbezieht, den sozialen
Austausch fördert und den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann. Das Projekt, eng verknüpft und in einer Wechselwirkung mit dem Thesisbuch, soll neue Konzepte und Denkweisen
aufzeigen und einen Prototyp, ein neues Stück Stadt, ein Zukunftsbild formen.
Die vorliegende Arbeit untersucht die Konzeption einer flexiblen Struktur, die im Buch als "intelligente Ruine" bezeichnet wird und eine dauerhafte Verbindung mit dem Grundboden eingeht. Besonderen Wert wird auf den Erhalt des bestehenden Gebäudebestands gelegt, wobei drei Strategien entwickelt werden, um angemessen mit diesem Bestand umzugehen. Durch die Verknüpfung von Alt und Neu sowie die Konzeption der intelligenten Ruine stellt das vorliegende Thesisprojekt eine mögliche Antwort auf die aktuellen Herausforderungen unserer Zeit dar. Das Buch ist in drei Kapitel unterteilt, die jeweils die Herangehensweise des Thesisprojektes repräsentieren: Begegnen, Erhalten und Weiterbauen. Im Kapitel "Begegnen" wird der Standort und insbesondere die Gelatinefabrik näher beleuchtet. Im zweiten
Kapitel, "Erhalten", wird erörtert, warum der Erhalt und die Weiterentwicklung eines Gebäudes massgeblich sind. Dabei werden sowohl Argumente aus dem Bereich des nachhaltigen Bauens als auch das Recht auf Erinnerung berücksichtigt. Im dritten Teil stützt sich die Arbeit auf zwei Referenzen: die Baustellenbilder von Rudolf Maeglin und der Fun Palace von Cedric Price. Aus den Referenzen wächst anschliessend die "intelligente Ruine". Dabei werden auch Themen wie die urbane Zukunft, die Öffnung der Gelatinefabrik und wandelbares Wohnen berücksichtigt. Die Erkenntnisse aus diesen beiden
Kapiteln werden abschliessend in Form des Thesisprojektes präsentiert und erläutert.